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"Großenberg ist eine Filiale von Kleinenberg"
Erste Überraschungen beim Treffen der Chronik-Arbeitsgruppe / Jeder ist zur Mitarbeit eingeladen Bad Pyrmont/Eichenborn (rar). Kaum, dass sich der Heimathistoriker Manfred Willeke an die Arbeit gemacht hatte, Informationen für die Chronik der Pyrmonter Bergdörfer zusammenzustellen, da wartete der Lügder schon mit den ersten Überraschungen auf. "Großenberg ist eine Filiale von Kleinenberg, denn dort wurde zuerst gesiedelt", erklärte Manfred Willeke bei der ersten Versammlung der Chronik-Arbeitsgruppe im Gasthaus "Zur Windmühle" in Eichenborn-Windmühle.
Zur ersten Versammlung der Chronik-Arbeitsgruppe hatten sich knapp 30 Interessierte im Gasthaus "Zur Windmühle" eingefunden. Dabei wartete der Heimathistoriker Manfred Willeke mit einigen überraschenden Erkenntnissen auf. Foto: rar Auch das bisher bekannte Erbauungsdatum der Hattenser Kirche (12. Jahrhundert) zweifelt der Archivar an - sehr zum Unwillen von Ottensteins Bürgermeister Manfred Weiner, wie Willeke berichtete. Und es seien "noch weitere Überraschungen möglich", stellte er in Aussicht. Doch der Historiker möchte sich nicht nur auf eigene Erkenntnisse stützen: "Ich kann nicht alles wissen. Jeder von Ihnen ist herzlich eingeladen, sich mit seinem Wissen an der Chronik zu beteiligen", ermutigte Manfred Willeke die knapp 30 Anwesenden, aktiv bei der Forschung über die Historie der Bergdörfer mitzuarbeiten. Jeder Beitrag solle gewürdigt werden, die Verfasser würden alle in der Chronik genannt. Auch wer im Besitz von alten Fotografien sei, möge diese doch bitte zur Verfügung stellen. Es könnten bis zu 25 Bilder von jedem Ort in die Chronik aufgenommen werden, erläuterte der Archivar. Er sei gerne bereit, alles Material zu sichten, erklärte Willeke. Er käme gerne in jeden Ort oder man könne ihn in Lügde besuchen. Aber es sei selbstverständlich auch möglich, die Bilder oder Dokumente zur nächsten Versammlung (am 21. März um 19 Uhr im Gasthaus "Pfennig") in Baarsen mitzubringen. Bisher sei geplant, die Chronik Mitte des 19. Jahrhunderts beginnen zu lassen, da zu dieser Zeit das Vereinsleben startete und sich gerade die Vereine in der Chronik wieder finden sollten, so der Historiker. Die Idee, eine Chronik der Bergdörfer zu erstellen, gehe auf die Initiative des Baarsener Ortsvorstehers Heinrich Töberich zurück, erläuterte Schulamtsleiterin Sabine Spiegel als Vertreterin der Pyrmonter Stadtverwaltung zu Beginn der Versammlung. Der Baarsener Ortsvorsteher habe die Stadtverwaltung gebeten, bei der Erstellung einer Chronik für sein Dorf zu helfen. Doch da zwischen 2009 und 2013 alle Pyrmonter Bergortsteile Jubiläen begingen, sei es angesichts der angespannten Finanzlage für die Stadt einfacher, eine Chronik für alle Bergortsteile zu fördern. Dies geschehe nun in Zusammenarbeit mit dem Förder- und Verkehrsverein Pyrmonter Bergdörfer, erklärte Spiegel. "Denn bisher waren nur noch die Bergdörfer ohne eigene Darstellung." © Pyrmonter Nachrichten, 25.02.2006
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