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Geschichtliche DatenZusammenfassung zur Geschichte GroßenbergsName: 1259 "Bruwen", 1340 "Bawenbergi" in seiner Ursprungsform von Brauer abgeleitet,
meint wohl Bauern, die Hopfen für das Bierbrauen anbauten. Der Ortsname könnte daher auch als (Hopfen)Bauernberg gedeutet werden.
Geschichtsdaten: Großenberg lag im Machtbereich der Grafen von Schwalenberg bzw. ihrer 1184 abgespaltenen Nebenlinie, der Grafen von Pyrmont.
Seit ca. 1195 prägten die Grafen von Pyrmont eigene Münzen in ihrer Münzstätte Lügde, einem zunächst befestigten Wohnturm. Aus diesen kleinen Anfängen entwickelte sich die 1255 erstmals urkundlich so genannte Stadt Lügde, fortan Mittelpunkt der Grafschaft Pyrmont.
1259 finden wir im Gefolge des Grafen Gottschalck von Pyrmont den Ritter Bertram von Bruwen, der sich nach seinem Herkunftsort Bruwen = Großenberg nannte. Nachdem Großenberg 1340 noch als Ort erwähnt wird, ist es vermutlich nach dem Auftreten der Pest! an der damals fast ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland verstarb, um 1350 aufgegeben worden.
Bereits 1403 wird nur noch vom "Bruwerzehnten", d.h. den Einnahmen von bestellten Ländereien gesprochen. Diese Ländereien durften von ehemaligen Großenberger Nachkommen bestellt worden sein, worauf der Name des 1466 in Lügde als Bürger lebenden Tieleke von dem Berge hinweist.
1527 lässt sich Harbort von Frenke von Grafen Friedrich von Spiegelberg und Pyrmont mit dem Zehnten zu Bergen, vermutlich den gesamten Ländereien der Pyrmonter Bergdörfer, belehnen. Danach erfolgte die Wiederbesiedlung der Bergdörfer. Großenberg dürfte um 1530 wieder besiedelt worden sein und wird vor 1536 als ein Dorf in der Grafschaft Pyrmont erwähnt. 1576/77 lebten 20 abgabepflichtige Einwohner in Großenberg.
Im 30-jährigen Krieg 1615-48 wurde Großenberg mehrfach überfallen und verwüstet! wie z.B. 1644, als Soldaten den Großenbergern das dritte Mal Vieh weggenommen haben.
1668 ist die Grafschaft Pyrmont geteilt worden. Die einstige Hauptstadt Lügde gehörte seitdem zum Fürstbistum Paderborn und die anderen Dörfer, u.a. auch Großenberg, zum Besitz der Grafen von Waldeck-Pyrmont. Die Großenberger zahlten damals insgesamt 180 Reichstaler (ein Reichstaler entsprich etwa 2 Euro) Gefälle (Steuern) an die Grafen. Im gleichen Jahr ist das Dorf durch eine Feuersbrunst zum großen Teil eingeäschert worden.
1720 lebten in Großenberg 153 Einwohner, von denen 25 als "unvermögend", 24 als arm und einer als bettelarm bezeichnet werden.
1758/59 werden alle Großenberg Ländereien, Häuser und deren Besitzer in einem Salbuch erfasst.
Der 1788 in Neersen verheiratete Großenberger Landwirt Heinrich Klages war der Erste der mit großem Erfolg (!) Klee auf dem Berge anbaute.
1795 haben die Großenberger Landwirte Heinrich Klenke und Heinrich Reese der Stadt Lügde, zum Ankauf von Brot und Saatkorn, um die in Lügde herrschende Armut zu mildern insgesamt 6000 Reichstaler geliehen.
1797 und 1829 liehen die Großenberger Landwirte Heinrich Reese und Johann Heinrich Lönnecker der Stadt Lügde nochmals mehrere tausend Reichstaler. Mündlichen Überlieferungen nach, hatten die Großenberger diese enorme Summe Geld durch den Einschlag Verkauf und Transport von Buchen- und Eichenholz nach England verdient.
1848-50 wurden die bis dahin bestehenden Zehnt- Hand- und Spanndienste aufgehoben und konnten in der Regel abgelöst werden. Mit dieser Neuerung war auch die Einführung der Gemeindeordnung verbunden. Die Einwohner konnten nun einen Bürgermeister und Gemeinderäte wählen. Der erste bekannte, frei gewählte Großenberger Bürgermeister war 1853 Heinrich von der Heide.
1857 wurde eine neue Dorfglocke angeschafft.
1859 wurde ein eigener Friedhof in Großenberg eingerichtet. Bis dahin waren alle Toten auf dem Friedhof in Neersen bestattet worden.
1922 wurde Großenberg an das Stromnetz angeschlossen.
1930 beschloss der Gemeinderat die Einführung eines Ortswappens. Auf blauem Grund ein goldenes, mit einem vierstrahligen silbernen Stern im Kreuzungspunkt belegtes Ankerkreuz.
1931/32 wurde die Wasserleitung gebaut und jedes Haus angeschlossen.
1939 wurde ein Dorferneuerung / Verschönerung durchgeführt. Friedrich Wöltje und Heinrich Frede wurden mit der Beaufsichtigung beauftragt.
1945 nach dem 2. Weltkrieg wurde am 12. Dezember von der englischen Militärverwaltung ein Bürgermeister (Karl Reese) und sechs Gemeinderäte ernannt. Am 15. Dezember 1946 wurde erstmals wieder ein Gemeinderat gewählt.
1973 nach dem Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Hameln vom 20. November 1972, wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Baarsen, Eichenborn, Hagen, Kleinenberg, Großenberg, Löwensen, Neersen und Thal am 1. Januar in die Stadt Bad Pyrmont eingegliedert.
...Mit freundlicher Unterstützung von Manfred Willeke Lügde (C)
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