Sagen, die das Dorf umweben


Entstehung des Dorfes

Zu der Zeit, da der Dreißigjährige Krieg im Lande wütete, und Freund wie Feind den Bewohnern mit grausamer Gewalt die letzten Habseligkeiten abpressten und in bestialischer Weise Haus und Hof plünderten, kamen über die Berge, aus der Richtung Vahlbruch, zwei Brüder daher, der eine groß, der andere k1einer an Wuchs. Auf dem Bergrücken, der zwischen Großenberg und Kleinenberg liegt und den vornehmen Namen ,,Kattendreih" führt, hemmten sie den forschen Wanderschritt, schauten scheu in die Gegend, und da ihnen dieselbe landschaftlich zusprach, die abgeschiedene Lage ihnen die persönliche Sicherheit zu gewährleisten dünkte, kamen sie nach kurzem Rat überein, hier eine neue Heimat zu gründen. Ob das Los entschieden hatte, ist wohl anzunehmen, doch kann es niemand mit Sicherheit sagen, fest steht aber, dass der größere Bruder am südlichen, der kleinere am nördlichen Hange siegelte. Ihre Baustätten aber nannten sie fortan: der kleine und der große Bruderberg, bis nachfolgende Geschlechter später in schlicht und einfach dieselben in Großenberg und Kleinenberg umbenannten.
 
Dalshausen

Im Süden von Großenberg, in der Richtung nach Mosterholz, soll vor vielen Jahren einst ein stattliches Dorf gelegen haben, das Dalshausen genannt wurde. Die Wirren des Dreißigjährigen Krieges haben es trotz seiner vereinsamten Lage nicht verschont. Räuberische Horden, ob Bandenführer oder Soldaten, niemand weiß es Mehr zu sagen, sind in demselben erschienen, quälten, ermordeten oder verschleppten mit viehischer Brutalität seine friedlichen Bewohner und setzten den roten Hahn auf die Häuser, so dass auch nichts mehr die Stätte kennzeichnet. Nur der Volksmund weiß von der einstigen Existenz des Dorfes zu berichten, und benennt das Tal in dem der Ort gelegen haben soll, heute noch Dalsen. Der Bauer und Gastwirt Friedrich Klenke hat beim beackern seines Landes in der Dalsen noch ein Schwert gefunden, das vielleicht als Zeuge jener traurigen Begebenheit anzusprechen ist.
 
 
Lieder, die das Dorf besingen
Das Großenberger Lied

Unsere Heimat ist bekannt
als das Großenberger Land.
Wo im Tal ein Bächlein fließt,
wo vom Berg das Dörflein grüßt,
zwischen Wies` und Waldesrand
liegt das Großenberger Land.


Reicht das Gleis der Eisenbahn
auch noch nicht zu uns heran,
keine Städte , Industrie,
Reichtum find` man bei uns nie;
doch der Gegend Reiz entzückt
jedes Aug, das sie erblickt.


In dem Arnsberg starkes Holz,
schlanke Tannen im Mosterholz,
in den Tälern Gras und Korn,
in den Schluchten mancher Born,
in den Adern frisches Blut,
das ist Großenberger Gut.


Dichter ist unbekannt.
 
   

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